Gedichte

Das ist der Mensch.
Sehen was zu sehen ist
Riechen was zu riechen ist
Schmecken was zu schmecken ist
Hören was zu hören ist
Fühlen was zu fühlen ist
Glauben was zu glauben ist.

Und das ist das Göttliche.
Sehen was zu riechen ist
Riechen was zu hören ist
Schmecken was zu sehen ist
Hören was zu schmecken ist
Fühlen was zu glauben ist

Glauben was zu fühlen ist.
(2008)
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Kann man ohne Liebe leben?
Wenn Dialoge, Sang und Klang-
lose durch die Nächte schweben
wenn Herzen sich gegenseitig sehn-
süchtig Sturm um Sturm bewegen
Wolkenmeere ziehen her und hin-
reißend zerstören sie den Raum
Ein Leben mit seelenlanger Liebe voll-
endet, trägt den Lebensbaum.
(2008)
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In der Wiege deines Lebens
Schlummert ein verborgner Pfad
Den durch keine Art des Strebens
Der Friedlose je begehen mag

Dort entspringen stolze Flammen
Die im Traum wie Winde sind
Gespiele die wir klein ersannen
Wenden sich dem Größten hin

Bäume wiegen sich im Sturm
Der manchmal deine Seele rührt
Und fest steht einer, wie ein Turm
Ein Stamm ,der Licht und Schatten führt

An seinen Ästen wächst der Morgen
Doch findet nur wer ihn nicht sucht
Denn nur wer frei von irdnen Sorgen
Plückt, reif und golden, diese Frucht.
(2006)
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Rosen schenkt dir frei das Leben
mit Dornen, die wie Flammen sind
denn im täglich Schicksalsweben
weht selten nur ein Frühlingswind.

Obdachlose, blinde Herzen
bauen unruhig sich ihr Heim
und wenn sie nach Verlornem lechzen
bleibt der wirre Geist allein.

Doch manchmal, wenn zwei Herzen wachen
und öffnen sich dem Liebesspiel
beginnt die Seele frei zu lachen
und pflückt der Rosenblüten viel.

Manch verkümmerte Gebärde
wird voll Hoffnung neu beschrieben
und jede neue Sorge werde
von süßer Heimat weit vertrieben.

Gedanken, Wünsche, sanfte Träume
werden scheinbar unsichtbar
füllen lautlos Zwischenräume
und werden ohne Worte wahr.

Vertrau des Lebens wirrem Gang
flüchte nicht vor seinem Schein
und wisse: jeder neue Morgen kann
ein Tag voll großem Jubel sein.
(2007)
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Vermagst du mich zu zeichnen?
Wie ich lebe
Und
Wie ich fühle
Jetzt, in diesem Augenblick

Vermagst du mich zu spielen?
Wie ich klinge
Und
Wie ich streiche
Jede Saite, vor – zurück

Vermagst du mich zu hören?
Wie ich schweige
Und
Wie ich denke
Ohne, dass mein Mund sich löst

Vermagst du mich zu lieben?
Wie ich bin
Und
Wie ich leide
Wie ich liebe
Und
Wie ich meide
Da sich in Farbe, Klang und Leide
Mein Herz im Stundenmeer auflöst.
(2007)
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Elefant

Du sagst, wir hätten nichts gemeinsam
und ich würde aus jeder Mücke einen Elefanten machen.
Und dabei trampelt dieser Elefant mich fast tot.
Er trampelt auf mir herum, auf meinen Gefühlen.

Du sagst, wir hätten nichts gemeinsam
und ich würde mich benehmen, wie ein Elefant im Porzellanladen.
Und dabei wütet der Elefant so, dass alles um ihn zerbricht.
Er merkt es gar nicht, macht einfach weiter.

Und dieser Elefant bist du.
Riesig, unheimlich und beherrschend.

Ich sage, ich liebe dich
und das ist keine Mücke, sondern ein Elefant.
Und dieser Elefant trampelt auf der Stelle.
Er kommt nicht weiter, und möchte doch so gerne.

Ich sage, ich liebe dich
und ich fühle mich wie ein Elefant im Porzellanladen.
Und der Elefant hat Angst einen falschen Schritt zu tun.
Er möchte nichts kaputt machen, obwohl er es längst ist.

Und dieser Elefant bin ich.
Allein, traurig und schutzlos
(2004)
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Irgendwie ist die Welt traurig geworden
Sehr traurig
Und dann grinsen plötzlich alle völlig überdreht
Und irgend jemand sagt „Ich mag dich.“
Ganz leise
Keiner kriegt es mit
Keiner hört es
Auch du nicht
Und mein Herz hüpft
Wie ein Känguru
Doch dann ist alles wieder still
Und das Känguru verkriecht sich wieder
Und die Träume, an denen ich zu Grunde geh
Sind die besten, die ich je hatte.
Aber du bist nur ein Schatten
Auf einer schwarzen Wand
Aus kaltem Stahl
Doch jedes mal
Wenn ich ihm zu nahe komme
Verbrenne ich mir die Finger
Gnadenlos
Aber ich kann dir auch nicht sagen, was mit mir los ist.
Vielleicht hab ich einfach schlecht geschlafen.
(2004)

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